Oper Frankfurt
Premiere

NORMA
Vincenzo Bellini
1801 - 1835
Melodramma in zwei Akten
Text von Felice Romani nach der Tragödie (1831) von Alexandre Soumet
Uraufführung am 26. Dezember 1831, Teatro alla Scala, Mailand




In italienischer Sprache
Dauer: ca. 3 Stunden inkl. einer Pause

Koproduktion mit der Alten Oper Frankfurt



Zum Werk

Richard Wagner, sonst kein Freund der italienischen Oper, beschrieb Norma als »reichstes aller Werke« und ihre Melodien »schöner als Träume«. Bellini selbst war sich bewusst, dass er mit Norma etwas Außergewöhnliches geschaffen hatte. Wesentlichen Anteil an dem andauernden Erfolg der Oper hatte zweifellos sein kongenialer Librettist Felice Romani. Er hatte erkannt, dass die tragende Dreiecksgeschichte der Vorlage von Alexandre Soumet für eine Vertonung wie geschaffen war: Norma zögert, den Galliern das Zeichen zum Aufstand gegen die Römer zu geben - sie liebt. Die Druidenpriesterin hat ihr Keuschheitsgelübde gebrochen, ist die heimliche Geliebte des römischen Prokonsuls Pollione geworden und Mutter seiner beiden Kinder. Als Norma jedoch entdeckt, dass Pollione seine Liebe der jungen Novizin Adalgisa zugewandt hat, gibt sie das Signal zum Angriff. Am Ende besinnt sie sich, nimmt ihre Schuld an und rächt sich nicht an dem gefangenen Pollione. Anstelle von Adalgisa sühnt sie selbst den Bruch des Gelübdes auf dem Scheiterhaufen. Von Normas Liebe überwältigt, folgt ihr Pollione in den Tod.
    Wenn es die dramatische Situation verlangte, brach Bellini die typischen Belcanto-Konventionen, hob die Grenze zwischen Arie und Ensemble auf und definierte die Arienform neu: Normas berühmtes Gebet »Casta Diva« wurde zu einem der groß angelegten Frauenmonologe der Opernliteratur. Fein in die melodischen Bögen eingewoben, demonstrieren ihre Koloraturen keine eitle Sängervirtuosität, sondern berührende Emotionen. In ihrer Intensität vermittelt die Norma-Partitur dramatische Inhalte mit den ausgefeiltesten, gesangstechnischen Mitteln des Belcanto.

Die anspruchsvolle Titelpartie verkörpert die österreichische Sopranistin Silvana Dussmann. Das Frankfurter Opernpublikum kennt und schätzt sie bisher vor allem durch ihre Darstellung der Kaiserin in Strauss’ Die Frau ohne Schatten, Amelia in Verdis Ein Maskenball und Vitellia in Mozarts La clemenza di Tito. Mehr zu Silvana Dussmann finden Sie hier.
Termine

Donnerstag 30.10.2008 19:00 Uhr

Weitere Termine

Konzertant in der Alten Oper

Vorverkauf und Ticketpreise

Mitwirkende
Mitwirkende



Musikalische Leitung
Roland Böer
Chor
Matthias Köhler

Pollione
Mario Malagnini
Oroveso
Sun Hyung Cho *
Norma
Silvana Dussmann
Adalgisa
Emma Vetter
Clotilde
Paula Murrihy
Flavio
Hans-Jürgen Lazar

Chor der Oper Frankfurt
Frankfurter Museumsorchester


 
Copyright © 2009 Oper Frankfurt