Premiere

L'AMICO FRITZ (konzertant)
Pietro Mascagni
1863 – 1945

Commedia lirica in drei Akten
Text von P. Suardon (Nicola Daspuro) nach der Komödie L'ami Fritz von Émile Erckmann und Alexandre Chatrian
Uraufführung am 31. Oktober 1891, Teatro Costanzi, Rom

Koproduktion mit der Alten Oper Frankfurt
In italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln
45 Minuten vor Konzertbeginn wird im Großen Saal ein Einführungsvortrag gehalten.

Zum Werk

Mein Freund Fritz. Wer ist denn das?! Klingt nicht gerade nach großer Oper. Tatsächlich war für den einstigen Erfolg des Werks, d ...
Mein Freund Fritz. Wer ist denn das?! Klingt nicht gerade nach großer Oper. Tatsächlich war für den einstigen Erfolg des Werks, das trotz seiner drei Akte nur etwa 90 Minuten dauert, nicht die Stoffwahl verantwortlich. Vielmehr war es die Musik des jungen Mascagni, die bei der Uraufführung von L´amico Fritz Begeisterungsstürme hervorrief: Sieben Nummern mussten wiederholt werden, und es gab unzählige »Vorhänge«.
   L´amico Fritz ist ein Werk mit intimem Charakter. Neu für die italienische Oper war der an Massenet erinnernde Konversationsstil. Gegenüber der erst ein Jahr zuvor uraufgeführten und noch der konventionellen Nummernoper verhafteten Cavalleria rusticana fällt außerdem die weitgehend durchkomponierte Form auf. So entwickelt sich die berühmteste Szene der Oper, das »Kirschenduett« im zweiten Akt, organisch aus reinem Parlando und einem anschließenden Arioso. Ungewöhnlich wirkt auch, dass sich der dramatische Wendepunkt in einem Intermezzo vollzieht, also ganz aus dem Orchestergraben erwächst.
   Um ausschließlich nach der Qualität seiner Musik beurteilt zu werden, hatte Mascagni gezielt nach einer schlichten Handlung gesucht. Die pastorale Idylle spielt in einem elsässischen Dorf. Fritz, ein reicher Junggeelle aus Überzeugung, feiert Geburtstag. Unter den Gratulanten ist sein Freund David, der prophezeit, auch Fritz werde eines Tages des Junggesellendaseins überdrüssig sein. Die beiden schließen eine Wette: Sollte Fritz einmal heiraten, muss er David seinen Weinberg abtreten. Eine potenzielle Kandidatin ist schnell gefunden: David bemerkt, dass sich Suzel, die Tochter eines Pächters, in Fritz verliebt hat. Um Fritz zu provozieren, erzählt ihm David, Suzel werde bald heiraten. Verwirrt bemerkt Fritz, dass er eifersüchtig ist. Als David schließlich die Wette gewinnt, bekommen Suzel und Fritz von ihm zur Hochzeit den Weinberg zurückgeschenkt.

Handlung

Die schlichte Idylle spielt in einem elsässischen Dorf. Fritz, ein reicher Junggeselle aus Überzeugung, feiert Geburtstag. Unter d ...
Die schlichte Idylle spielt in einem elsässischen Dorf. Fritz, ein reicher Junggeselle aus Überzeugung, feiert Geburtstag. Unter den Gratulanten ist sein Freund, der Rabbiner David, der ihm prophezeit, eines Tages doch des Junggesellendaseins überdrüssig zu werden. Die beiden schließen eine Wette: Sollte Fritz einmal heiraten, muss er seinen Weinberg an David abtreten. Eine potentielle Hochzeitskandidatin ist schnell gefunden: David bemerkt, dass sich Suzel, die Tochter eines Pächters, in Fritz verliebt hat. Um Fritz zu provozieren, erzählt ihm David, ein Mann für Suzel sei bereits gefunden. Der nichts ahnende Fritz wird rasend eifersüchtig – und gesteht endlich seine Liebe. Der Verlust der Wette gegen David wird ihm am Ende doppelt versüßt: Zur Hochzeit mit Suzel bekommt Fritz von seinem Freund den Weinberg zurückgeschenkt.


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Termine

Sonntag 11.03.2012

Weitere Termine:
13.03.2012

Mitwirkende

Musikalische Leitung
Carlo Montanaro
Chor
Matthias Köhler

Fritz Kobus
Joseph Calleja
Suzel
Grazia Doronzio
Beppe, Zigeuner
Tanja Ariane Baumgartner
David, Rabbiner
Zeljko Lucic
Federico
Francisco Brito
Hanezò
Vuyani Mlinde
Caterina, Wirtschafterin bei Fritz
Katharina Magiera

Chor der Oper Frankfurt
Frankfurter Opern- und Museumsorchester


 
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