Premiere

DIE SACHE MAKROPULOS
(Vec Makropulos)

Leos Janacek
1854 - 1928

Oper in drei Akten
Text vom Komponisten nach der gleichnamigen Komödie von Karel Čapek
Uraufführung am 18. Dezember 1926, Nationaltheater Brünn

In tschechischer Sprache mit deutschen Übertiteln
Dauer: ca. 1 Stunde und 50 Minuten ohne Pause

Zum Werk

Besuche von alten Damen können gefährlich werden, auch wenn diese ihr Alter unter der Zaubermaske der Schönheit verbergen. »Großer ...
Besuche von alten Damen können gefährlich werden, auch wenn diese ihr Alter unter der Zaubermaske der Schönheit verbergen. »Großer Gott«, ruft in der grotesk-makabren Komödie des tschechischen Autors Karel Čapek ein Büroangestellter aus, bevor er die entscheidende Frage stellt: »Was ist den denn das postmortale Leben, die Unsterblichkeit der Seele anderes als der fürchterliche Protest gegen die Kürze des Lebens?« Die umjubelte Sängerin Emilia Marty lebt schon dreihundertsechsunddreißig Jahre. Zur Zeit des alchemieversessenen Kaiser Rudolf II. war sie das Objekt für einen Versuch ewigen Lebens durch ein Elixier. In immer neuen Verwandlungen, aber stets mit den gleichen Namensinitialen durchwandelt sie die vorbeiziehenden Zeiten. Längst ist sie melancholisch geworden, hält sich an Whiskeygläsern fest und liegt beim Liebesakt starr wie eine Leiche. Nun aber, im Prag des Jahres 1922, wird das Stigma der Unsterblichkeit aufgehoben. Emilia schaltet sich in einen hundertjährigen Erbschaftsprozess ein, dessen Erledigung bereits Gebirge von Dokumenten produziert hat. Es geht vordergründig um die Suche nach einem für das Verfahren entscheidenden Testament eines vor hundert Jahren verstorbenen, millionenschweren und adligen Geliebten der Sängerin. Dahinter freilich versteckt sich der gleichnishafte Kern, der für Janáček in seinem Alterswerk die entscheidende Bedeutung hatte. Nämlich: Wirkliches Glück kann nur empfinden, wer sterblich ist. Liebe und Tod sind ein uraltes Zwillingspaar der Menschengeschichte. Emilia Marty aber, die weltberühmte Sängerin, kann nicht lieben, weil sie zum ewigen Leben verdammt ist. Am Ende des Werkes aber, wenn rotes Licht die Bühne überflutet und alles in erschütterndem Schweigen erstarrt, geschieht ein Mysterium.

Handlung

Vorgeschichte: Hieronymus Makropulos, dem aus Kreta stammenden Leibmedikus des in Prag residierenden Kaisers Rudolf II., vermochte ...
Vorgeschichte: Hieronymus Makropulos, dem aus Kreta stammenden Leibmedikus des in Prag residierenden Kaisers Rudolf II., vermochte ein Lebenselixier herzustellen, das er zunächst an seiner Tochter auszuprobieren hatte. Elina wurde darauf schwer krank. Der Kaiser warf ihren Vater ins Gefängnis. Währenddessen war Elina genesen und mit dem Rezept entkommen. Dreihundert Jahre später: Elina, inzwischen weltberühmte Opernsängerin, bei der das Wundermittel allmählich seine Wirkung verliert, mischt sich in einen uralten, immer wieder neu verhandelten Erbschaftsprozess ein. Ihr Ziel ist die Wiedererlangung der Rezeptur, die sie bei einem ihrer zahlreichen einstigen Geliebten zurückgelassen hatte. In den zurückliegenden drei Jahrhunderten hat die Diva, die bei gleichen Initialen immer wieder ihren Namen gewechselt hat, eine arge Desillusionierung erfahren. Am Ende, als sich alles zuspitzt und ihr Geheimnis und ihre Identität ans Tageslicht gelangen, geht eine entscheidende Wandlung in ihr vor.


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Termine

Sonntag 08.04.2012

Weitere Termine:
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29.04.2012

Mitwirkende

Musikalische Leitung
Friedemann Layer
Regie
Richard Jones
Bühnenbild und Kostüme
Antony McDonald
Licht
Mimi Jordan Sherin
Dramaturgie
Norbert Abels
Choreografie
Lucy Burge
Chor
Michael Clark

Albert Gregor
Paul Groves
Emilia Marty
Susan Bullock
Vítek
Jan Markvart
Kristina
Christiane Karg
Jaroslav Prus
Johannes Martin Kränzle
Janek
Aleš Briscein
Dr. Kolenatý
Dietrich Volle
Hauk-Šendorf
Graham Clark
Maschinist
Vuyani Mlinde
Aufräumfrau / Ankleiderin
Anja Fidelia Ulrich

Chor der Oper Frankfurt
Frankfurter Opern- und Museumsorchester


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