HOFFMANNS ERZÄHLUNGEN
Wiederaufnahme

HOFFMANNS ERZÄHLUNGEN
Jacques Offenbach
1819 - 1880

Opéra fantastique in drei Akten mit einem Prolog und einem Epilog nach der Fassung von Fritz Oeser
Text von Jules Paul Barbier nach dem Drame-fantastique (1851) von Barbier und Michel Carré
Uraufführung am 10. Februar 1881, Opéra-Comique, Salle Favart, Paris

In französischer Sprache mit deutschen Übertiteln
Dauer: ca. 3 Stunden inklusive einer Pause

zum Werk

Der Dichter Hoffmann, dem die Bürgerwelt nur noch im Rausch erträglich wird, scheitert am Gegensatz von Sinnlichkeit und Intellekt ...
Der Dichter Hoffmann, dem die Bürgerwelt nur noch im Rausch erträglich wird, scheitert am Gegensatz von Sinnlichkeit und Intellekt, am Widerspruch von Erotik und Künstlertum. Aus seinem Eigensinn, der das Ich zur Welt gemacht hat und dabei das dialogische Prinzip, das Du, verloren hat, führt kein Weg mehr heraus. Der fantastische Riss durch die Allmacht der Vernunft, der Bruch in der Ordnung der Dinge beginnt im Rausch des Weines. Die Konturen der Geliebten erscheinen und verschwimmen wieder. Zusammen mit den Studenten verflucht Hoffmann schließlich die Frauen. Er ist längst zum Trinker geworden, muss damit rechnen, dass ihn nach einem Rausch auch die Muse einmal verlassen wird. Böse Mächte scheinen gegen den Poeten anzutreten. Jetzt, proportional zum genossenen Alkohol, entsteigen die einstigen Geliebten wie Phantasmen seiner Erinnerungswelt: Da ist die makellose und seltsam kühl anmutende Olympia, die sich – ein Lieblingsthema der Romantik – schließlich als Automat offenbart. Dann die schwindsüchtige Bürgerstochter Antonia, die sterbenskrank wird, weil sie nicht vom Gesang ablassen kann. Endlich, von der venezianischen Barcarole introduziert, die Kurtisane Giulietta. An sie verliert Hoffmann außer seinem Herz auch noch sein Spiegelbild.

Handlung

Unvergessen ist die einstige Geliebte, die Sängerin Stella. Der Dichter Hoffmann versucht ihren Spuren in jedem weiblichen Wesen n ...
Unvergessen ist die einstige Geliebte, die Sängerin Stella. Der Dichter Hoffmann versucht ihren Spuren in jedem weiblichen Wesen nachzuspüren. Er ist zum Trinker geworden, muss damit rechnen, dass ihn nach einem Rausch die Muse einmal verlassen wird. Er erinnert sich, das Glas in der Hand. Nebenan, in der Oper, singt die Unvergessene gerade die Donna Anna in einer Don Giovanni-Aufführung. Hoffmann hat einen letzten Versuch unternommen und ihr geschrieben. Nun wartet und trink er. Sie aber hat den Brief nicht erhalten. Böse Mächte scheinen gegen den Poeten anzutreten. Jetzt, proportional zum genossenen Alkohol, entsteigen all die anderen Frauen wie Phantasmen seiner Erinnerungswelt: da ist die makellose und seltsam kühl anmutende Olympia, die sich schließlich als Automat offenbart. Dann die schwindsüchtige Bürgerstochter Antonia, die sterbenskrank wird, weil sie nicht vom Gesang ablassen kann. Endlich, von der venezianischen Barcarole introduziert, die Kurtisane Giulietta. An sie verliert Hoffmann außer seinem Herz auch noch sein Spiegelbild. Gar zum mordenden Verbrecher sinkt er herab. Eine ausweglose Falle: Olympia, Antonia, Giulietta – das sind »drei Frauen in einer einzigen Frau«. Hinter ihnen aber erspäht der rettungslos dem Trunk verfallene Poet noch immer die Kontur der einst und noch geliebten Stella.
Termine

Mittwoch 02.11.2011

Weitere Termine:
10.11.2011  | 18.11.2011  |
20.11.2011  | 25.11.2011  |
03.12.2011  | 10.12.2011  |
18.12.2011

Mitwirkende

Musikalische Leitung
Christian Arming / Yuval Zorn
Regie
Dale Duesing
Szenische Leitung der Wiederaufnahme
Tobias Heyder
Bühnenbild
Boris Kudlička
Kostüme
Arno Bremers
Licht
Olaf Winter
Dramaturgie
Norbert Abels
Chor
Matthias Köhler

Hoffmann
Alfred Kim
Lindorf, Coppélius, Doctor Miracle,
Daperdutto
Simon Neal
Olympia
Brenda Rae / Julia Novikova
Antonia
Elza van den Heever / Katie Van Kooten
Giulietta
Tanja Ariane Baumgartner / Claudia Mahnke
Cochenille / Andres
Michael McCown
La Muse / Nicklausse
Paula Murrihy
Stimme der Mutter
Katharina Magiera
Nathanael / Spalanzani / Franz /
Pitichinaccio
Julian Prégardien / Peter Marsh
Crespel / Luther
Alfred Reiter
Hermann / Peter Schlemihl
Sungkon Kim

Chor der Oper Frankfurt
Frankfurter Opern- und Museumsorchester


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