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Saison 2013/2014
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Premiere
WASSER
Arnulf Herrmann
* 1968
Text von Nico Bleutge
Uraufführung am 16. Mai 2012, Muffathalle, München
Eine Koproduktion der Oper Frankfurt mit dem Ensemble Modern und der Münchener Biennale, in Zusammenarbeit mit dem Studio für Elektroakustische Musik der Akademie der Künste Berlin
Veranstaltungsort ist das Frankfurt LAB, Schmidtstraße 12. Eine Wegbeschreibung finden Sie hier oder auf der Homepage des LAB.
Dauer: ca. 70 Minuten, keine Pause
Zum Werk
»Alle Oper ist Orpheus«, schrieb Theodor W. Adorno in seinen musiksoziologischen Schriften einmal. In der Oper greife Musik verändernd ein in den »blinden ausweglosen Naturzusammenhang des Schicksals«. Am Ende aber doch – das zeigt uns der Orpheusstoff wie kaum ein anderer – vergeblich. Orpheus handelt vom Scheitern aller Hoffnung. So auch in dem zur Uraufführung ausstehenden Werk des Heidelberger Komponisten Arnulf Herrmann und des Münchener Lyrikers Nico Bleutge.
In Wasser wird der uralte Stoff nicht explizit verkündet, dient vielmehr als mythologische Grundierung einer Handlung, in der ein Mann versucht, etwas unwiederbringlich Verlorenes wiederherzustellen. Irgendwann muss er erkennen, dass dies unmöglich ist. Sein Schicksal ist es, nicht loslassen zu können vom endgültig Vergangenen. Am Ende ergibt er sich, vom Sprachzerfall und Identitätsverlust vollends ereilt, dem Wasser, dem Element der Auflösung schlechthin. Das Wasser ist, so Arnulf Herrmann, gleichzeitig das Bild dafür, dass »alles um den Mann herum korrodiert und allmählich untergeht«. Seine Ichfindungsrecherche scheint ohne wirkliches Ziel zu sein.
Unbestimmtheit ist ihr Wesen. Er verliert sich in den Tiefen der Erinnerungsarbeit. Der Blick der anderen auf ihn scheint mehr von ihm zu wissen als er selbst. Nur manchmal beleuchtet ein plötzlicher Lichteinfall das Gewesene; eine traumatische Ur- und Vorgeschichte tut sich auf – im Mythos der von ihm verschuldete Tod der Eurydike, in Wasser die endgültige vom Chor der Anderen verfolgte Abkehr der Frau von dem Mann. Unabänderlich weiß sie, dass es vorbei ist und sie nicht mehr mitkommen kann.
In Wasser wird der uralte Stoff nicht explizit verkündet, dient vielmehr als mythologische Grundierung einer Handlung, in der ein Mann versucht, etwas unwiederbringlich Verlorenes wiederherzustellen. Irgendwann muss er erkennen, dass dies unmöglich ist. Sein Schicksal ist es, nicht loslassen zu können vom endgültig Vergangenen. Am Ende ergibt er sich, vom Sprachzerfall und Identitätsverlust vollends ereilt, dem Wasser, dem Element der Auflösung schlechthin. Das Wasser ist, so Arnulf Herrmann, gleichzeitig das Bild dafür, dass »alles um den Mann herum korrodiert und allmählich untergeht«. Seine Ichfindungsrecherche scheint ohne wirkliches Ziel zu sein.
Unbestimmtheit ist ihr Wesen. Er verliert sich in den Tiefen der Erinnerungsarbeit. Der Blick der anderen auf ihn scheint mehr von ihm zu wissen als er selbst. Nur manchmal beleuchtet ein plötzlicher Lichteinfall das Gewesene; eine traumatische Ur- und Vorgeschichte tut sich auf – im Mythos der von ihm verschuldete Tod der Eurydike, in Wasser die endgültige vom Chor der Anderen verfolgte Abkehr der Frau von dem Mann. Unabänderlich weiß sie, dass es vorbei ist und sie nicht mehr mitkommen kann.
Ein Kompositionsauftrag des Ensemble Modern finanziert durch die Ernst von Siemens Musikstiftung
Termine
Samstag 16.06.2012 19:30 Uhr
Weitere Termine
Frankfurt LAB, Schmidtstraße 12
Vorverkauf und Ticketpreise
Mitwirkende
Musikalische Leitung
Hartmut Keil
Regie
Florentine Klepper
Bühnenbild
Adriane Westerbarkey
Kostüme
Anna Sofie Tuma
Licht
Frank Keller
Video
Heta Multanen
Dramaturgie
Norbert Abels
Klangregie
Norbert Ommer
Live Elektronik/Software
Josh Martin
Katja
Sarah Maria Sun
Robert
Boris Grappe
Tenor
Sebastian Hübner
Ensemble Modern
Schola Heidelberg (Einstudierung: Walter Nußbaum)








