Johannes Martin Kränzle, Sänger des Jahres 2011 (Autorenumfrage des Fachmagazins »Opernwelt«), ist 2011/12 in Frankfurter Neuproduktionen als Gunther (Götterdämmerung) und Jaroslav Prus (Janáčeks Die Sache Makropulos) sowie in der Wiederaufnahme von Reimanns Lear erneut als Graf von Gloster zu erleben (CD-Einspielung bei Oehms Classics). Attraktive Gastengagements führen ihn an die Oper Köln (Fürst Andrej Bolkonski in Prokofjews Krieg und Frieden, Musiklehrer in Ariadne auf Naxos sowie Beckmesser in Die Meistersinger von Nürnberg), die Staatsoper Berlin sowie an die Mailänder Scala (Alberich in Siegfried). Mit seinem mehr als 80 Rollen umfassenden Opernrepertoire, welches das gesamte lyrische, Kavaliers- und zunehmend Charakterbaritonrepertoire beinhaltet, ist Johannes Martin Kränzle ein international begehrter Interpret an den renommiertesten Bühnen. Fulminante Erfolge feierte er in der letzten Zeit z.B. an der Mailänder Scala (Alberich, 2009/10), bei den Salzburger Festspielen (Titelpartie in der Uraufführung von Rihms Dionysos, 2010), an der Berliner Staatsoper (Alberich, 2010/11), in Genf (Danilo in Die lustige Witwe, 2010/11) und beim Glyndebourne Festival (Beckmesser, 2011). Großen Beifall an der Oper Frankfurt verdiente er sich z.B. mit seinen Charakterisierungen so unterschiedlicher Figuren wie Papageno, Paolo Albiani (Simon Boccanegra), Cim-Fen, Inhaber einer Opiumhöhle (Leonis L’oracolo), Der Heerrufer (Lohengrin), Giovanni Morone (Pfitzners Palestrina), Dandini (Rossinis Aschenbrödel), Don Giovanni und Don Alfonso (in Christof Loys mehrfach ausgezeichneter Così fan tutte). Ehe Johannes Martin Kränzle 1998 an die Oper Frankfurt wechselte, war er als Ensemblemitglied in Dortmund und Hannover verpflichtet. Der aus Augsburg stammende Bariton ist Preisträger der internationalen Wettbewerbe von Vercelli, Rio de Janeiro, Perpignan und Paris (Plácido Domingo). 1997 wurde beim Kompositionswettbewerb in Berlin auch seine Oper Der Wurm ausgezeichnet und uraufgeführt.
Lesen Sie hier mehr über Johannes Martin Kränzle; der Artikel (PDF, ca. 0,8 MB) stammt aus dem Magazin der Oper Frankfurt, Ausgabe September - November 2007.
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